Im Projekt «Garten bildet: BNE und Kunstvermittlung im Dialog» wurde von 2020 bis 2024 das Zusammenspiel von einer Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) und kritischer Kunstvermittlung erforscht. Exemplarisch für den Lernort Schulhausumgebung wurden vier Unterrichtsumgebungen entwickelt und erprobt.

Über das Projekt

Im Kontext einer BNE ist die Frage, wie wollen wir in Zukunft leben bzw. was ist ein gutes Leben für alle zentral. Diese spielt auch in der Kunstvermittlung eine wichtige Rolle, denn Konventionen und gewohnte Sichtweisen sollen hier hinterfragt und irritiert werden. Im Zusammenspiel von ästhetisch-künstlerischen und wissenschaftlichen Arten der Weltbegegnung wurden im Projekt innovative und nachhaltige Denk- und Arbeitsweisen umgesetzt.

Im iterativen Wechsel von theoretischer Fundierung und Erprobung entwickelten die Projektverantwortlichen in sogenannten Realexperimenten zusammen mit Lehrpersonen und Kunstschaffenden Unterrichtsumgebungen, welche die beiden Bereiche Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Kunstvermittlung miteinander verknüpfen.

Dabei dienten Themen und Lernorte rund um die Schulhausumgebung und den Garten als Experimentierfeld. Sie bieten nebst fachlichen Zugängen zu naturwissenschaftlichen Themen viele Möglichkeiten für fächerübergreifenden Unterricht und helfen, personale, soziale und methodische Kompetenzen aufzubauen und zu fördern. Vorteil der Lernorte ist, dass auch abstrakt erscheinende Themen für Kinder zugänglich und (be-)greifbar werden.

Das Zusammenspiel von BNE und Kunstvermittlung, das Format der Realexperimente und die Potenziale, die die Schulhausumgebung als Lernort bietet, wurden von den Projektverantwortlichen beforscht. Beteiligte Lehrpersonen leisteten als Co-Forschende einen wichtigen Beitrag.

Das Ziel des Projektes und der Realexperimente bestand darin, Möglichkeiten auszuloten, wie Schüler:innen komplexen Fragen einer Nachhaltigen Entwicklung auf aktiv handelnde, lustvolle und innovative Weise begegnen, dabei neue Denk- und Handlungsmöglichkeiten in lebensweltlich relevanten Themengebieten kennenlernen und sich entsprechend eigene fundierte Positionen aufbauen können. Dies sollte durch das Zusammenspiel von BNE und Kunstvermittlung erreicht werden.

Das Projekt sollte zudem einen Beitrag dazu leisten, Lehrpersonen zu ermutigen und zu befähigen, fächerübergreifenden Unterricht umzusetzen und wissenschafts- und kunstorientierte Strategien zur Förderung spezifischer Kompetenzen einer Nachhaltigen Entwicklung kennen- und umsetzen zu lernen.

Als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit und Reflexion sollten kreative Produkte, Anschauungsobjekte sowie neue Unterrichtsideen und -materialen entstehen. Diese sollen Lehrpersonen, Dozierende und Studierende anregen, neue Denk- und Handlungsräume für sich selber zu erkunden und zu nutzen und die Lehrpersonen in ihrem Unterricht im Bereich Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung unterstützen.

Im Projekt fanden von März 2020 bis Februar 2024 vier thematisch unterschiedliche Realexperimente statt, welche je eine Klassenstufe und eine künstlerische Praktik im Fokus hatten. In Iteration von theoretischer Fundierung, transdisziplinärer Planung, Umsetzung und Reflexion wurden je Realexperiment ein bis zwei Iterationsschlaufen vollzogen. Die Ergebnisse finden sowohl Eingang in den Bereich der Praxis als auch der Wissenschaft.

Vorgehen im Projekt

Abbildung: Iteratives Vorgehen von theoretischer Fundierung und Durchführung im Projekt (eigene Abbildung)

Dies war ein Kooperationsprojekt dreier Professuren der PH FHNW:

Das Projekt wurde unterstützt durch die Förderorganisation 3FO.

Aus dem Projekt

Realexperimente

Was ist ein Realexperiment? Wie wurde in den Realexperimenten zusammengearbeitet?

Projekttätigkeiten und Ergebnisse

Was ist im Projekt gelaufen? Was ist entstanden?

Utopia! Wir gestalten unsere Zukunft

BNE-Unterrichtsumgebung für die 5./6. Klasse

Paranatur: Pflanzenwelt der Zukunft

BNE-Unterrichtsumgebung für die 3./4. Klasse

Bohnenland der Zukunft

BNE-Unterrichtsumgebung für die 1. bis 3. Klasse
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